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Energiecheck

Aktuelles aus der Kreisvereinigung Lippe

Stephan Sprave erklärt Änderungen

Neuer Bezirksschornsteinfegermeister in Bad Salzuflen:

Bad Salzuflen [dib] - Seit dem 1. März dieses Jahres hat Bezirksschornsteinfeger­meister Stephan Sprave aus Herford den Bad Salzufler Kehrbezirk VI – den westli­chen Teil der Kurstadt sowie Teile von Schötmar und Werl-Aspe – von seinem Vor­gänger Peter Neuhäuser übernommen. Sprave ist Mitglied der Schornsteinfegerin­nung Detmold und hat seine berufliche Laufbahn 1983 mit einer Schornsteinfeger­lehre in Herford begonnen. Vor der Handwerkskammer in Münster legte er 1990 die Meisterprüfung ab und war bis zum Jahr 2000 als angestellter Meister in Her­ford tätig, anschließend bis 2002 in Barsinghausen. Seine selbständige Tätigkeit als Bezirksschornsteinfegermeister begann Sprave 2003 in Hannover. Von 2009 bis Februar 2011 war er selbständiger Meister in Bückeburg. Während seiner be­ruflichen Laufbahn hat sich Stephan Sprave stetig weiterqualifiziert. 2003 legte er die Prüfung als Gebäudeenergieberater (HWK) ab und 2006 als Fachberater für hy­gienische Raumlüftung & Brandschutz mit VDI-Zertifikat.

»Mit der Einführung der Bundesemissi­onsschutzverordnung (BImSchV) im März 2010 hat sich einiges geändert«, sagt Sprave und verweist darauf, dass es für das Aufstellen von Kaminöfen neue Grenzwerte gibt, die bei neuen Kaminen unbedingt einzuhalten sind. »Die Werte der Abstandsgrenzen zu den Nachbarn sind neu geregelt. Des­halb sollten Hauseigentümer, die einen Kamin aufstellen möchten, unbe­dingt vorher den Rat des Schornsteinfe­germeisters einholen. Die Kesselgrenzwerte«, so Sprave weiter, »sind bisher so geblieben. Allerdings haben sich die Messverfahren minimal geändert.«

Seit April 2008 ist nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 600 »Technische Regel für Gas­installation« (TRGI) jeder Gebäudeeigentümer - Betreiber von Gasverbrauchsanla­gen verpflichtet, seine Gasleitungen einmal jährlich zu überprüfen. Das deutsche Schornsteinfegerhandwerk reagiert auf die geänderte Gesetzgebung und bietet den Kunden eine lückenlose Sicherheitsüberprüfung der Brennstoffleitungen an. »Wir kontrollieren mittels Gasspürgerät und anderen geeigneten Mitteln alle im Ge­bäude frei verlegten Gasleitungen auf einen einwandfreien Zustand, den freien Zu­gang zu den Gaszählern und zum Hausanschluss, sowie bei nachträglicher Ver­kleidung frei verlegter Innenleitungen die Be- und Entlüftung«, erklärt Sprave. Über die durchgeführten Arbeiten erhält der Kunde ein Protokoll und gegebenenfalls eine Auflistung der vorgefundenen Mängel. Ausführliche Informationen gibt es un­ter www.sprave.de auf der Internetseite des Bezirksschornsteinfegermeisters.

aus: Lippe aktuell vom 30.03.2011

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Werbeanzeige der Lipper Schornsteinfeger

Kreisvereinigung Lippe erneut mit einem Stand in Bad Salzuflen:

Kreis Lippe/Bad Salzuflen [kv] - Auch in diesem Jahr hat sich die Messe "Haus, Garten, Touristik" im lippischen Bad Salzuflen als Publikumsmagnet erwiesen. Unter den 380 Ausstellern, die in insgesamt vier Hallen ihre neuen Produkte und Dienstleistungen vorstellten, waren wiederum auch die Schornsteinfeger mit einem eigenen Stand vertreten. Wie bereits zur Tradition geworden, führten die Kollegen der Kreisvereinigung Lippe auch in diesem Jahr wieder etliche Kundengespräche.

 

Das Angebot der Lipper Schornsteinfeger stieß auf ein reges Interesse, denn eine wirklich neutrale und unabhängige Beratung bekommt man heute nur noch selten. Unter dem Motto "Lippische Schornsteinfeger für Lippische Bürger" hatten die Lipper Kollegen bereits im Vorfeld der "Haus-Messe" auf sich aufmerksam gemacht. Durch eine Anzeige in der Lippischen Landeszeitung informierten Sie zu verschiedenen Themen und luden auf die Messe ein.


Wärmemessung bei Minustemperaturen

Messe "Haus, Garten, Touristik" erneut ein großer Erfolg:

Bad Salzuflen - Zwischen B 239 und Daimlerstraße ist es eng. Das Verkehrschaos bleibt dank Shuttle-Service-Premiere jedoch aus. Die "Haus, Garten, Touristik"-Ausstellung ist etabliert und erneut ein Publikumsmagnet.

380 Aussteller haben am Wochenende in vier Hallen neuen Produkte und Ideen vorgestellt. Egal ob das eigene kleine Windkraftwerk, eine Erdwärmebohrung oder die Pelletheizung: Die Aussteller hatten viele Fragen zum umweltbewussten Heizen und den Rohstoffen zu beantworten. Die lippischen Schornsteinfeger waren vor Ort und informierten rund um die Wärmedämmung. Passend zu den frostigen Temperaturen außerhalb der Hallen loderten an zahlreichen Ständen wohlige Gas- und Holzöfen.

Fachvorträge von Experten schafften zudem einen Überblick, wohin sich die Branchen in den nächsten Jahren entwickeln werden und welche Trends die Hausbauer in 2010 erwarten. Großes Interesse herrschte an Außen-Whirlpools. Die mit bis zu 1500 Liter gefüllten Bassins sollen insbesondere im Winter für Entspannung an der frischen Luft sorgen. "Bei 38 bis 39 Grad Wassertemperatur ist es draußen wunderschön. Vor allem, wenn dann noch Schnee liegt", beschreibt Christine Everding das wohlige Gefühl. Ein spontanes Erlebnis sind die Blubberblasen an der frischen Luft jedoch nicht: Einen halben Tag braucht die Heizung, um das Wasser auf Bade-Temperatur zu bringen.

In den Hallen 22 und 23 reihten sich 120 Reiseveranstalter und Tourismusexperten der Ferienorte aneinander. Zwischen hausgemachter Wurst aus dem Schwarzwald und Bustouristik aus dem Norden präsentierte sich die Insel Rügen mit handgemachter musikalischer Unterhaltung. Ein Akkordeonspieler lockte die Besucher mit alten Seemannsliedern an den Stand.

Trotz strengen Winters mit Schnee und Eis haben sich viele Besucher auch für die große Gartenausstellung interessiert – der nächste Frühling naht. Egal ob Schwimm-Bottich mit Sekthalter und Holzheizung, einer Gartensauna oder ein Vogelhäuschen mit Versteck fürs Schnapsfläschchen: Selbst im Grünen muss schon lange nicht mehr auf Komfort verzichtet werden. Speziell für die Messe legten die Aussteller Teiche und Gewächse ein, die einen Ausblick auf frühlingshafte Farben boten.

Insbesondere gestern Nachmittag wurde es nochmal voll. Aussteller und das Messezentrum zeigten sich mit der Resonanz sehr zufrieden. Die Parkhelfer hatten alle Hände voll zu tun, die Autos auf die wenigen freien Plätze zu lotsen.

aus: Lippische Landeszeitung vom 18.01.2010

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Elena hat ihr berufliches Glück gefunden

Abiturientin aus Lage macht Ausbildung zur Schornsteinfegerin:

Lage-Waddenhausen - Schwarze Uniform mit blinkenden Messingknöpfen: Elena Suckau trägt jetzt das Glücksbringeroutfit. Eine ungewöhnliche Berufswahl für eine Frau – besonders für eine mit Abitur.

 

Die 20-Jährige hat nach ihrem Abitur eine Schornsteinfeger-Lehre angefangen und befindet sich zurzeit im ersten Lehrjahr. Während ihre ehemaligen Mitschüler vom Gymnasium Lage ein Studium beginnen oder eine kaufmännische Ausbildung antreten, putzt die blonde Waddenhausenerin Schornsteine.

 Sie kann sich nicht vorstellen, ihr halbes Leben im Büro zu verbringen. Stattdessen war sie auf der Suche nach einem praktischen, handwerklichen Beruf, der keine Eintönigkeit zulässt. Und so wird klar, was das Schornsteinfeger-Handwerk für sie attraktiv macht: "Weil es so abwechslungsreich ist", antwortet sie ganz sachlich.

 Elena hat im Jahr etwa 1500 bis 2500 Kunden und diese Vielfalt birgt viele Abenteuer. "Das seltsamste Erlebnis war, als mich eine Kundin bat, ihr drei Mal in die Hand zu spucken", schmunzelt sie. Das solle Glück bringen, erklärte ihr die abergläubische Dame.

 In ihrer Berufsschulklasse sind Elena und eine Mitschülerin die einzigen Frauen, denn noch wird das Kehr-Handwerk von Männern dominiert. Elena nimmt das mit Humor: "Es ist ganz locker mit den Jungs". "Man darf eben nicht zimperlich sein".

 Das darf sie wirklich nicht, denn sie wird regelmäßig mit einer dicken Ladung Ruß überschüttet und muss bei jedem Wetter, ob Schnee ob Regen, auf die Dächer klettern. "Beim Kehren eines besonders alten Kamins ist mir plötzlich so viel Ruß entgegengekommen, dass ich nach dem Fegen drei Kilo schwerer war", erzählt Elena und lächelt verschmitzt.

 Aber Elenas Beruf beschränkt sich nicht nur auf das Reinigen von Schornsteinen. Einen großen Teil ihrer Arbeit nehmen Kontrollen und Messungen der Abgaszusammensetzung ein. Wenn sie in ihrer Ausbildung vorangeschritten ist, wird sie ihren Kunden zusätzlich in Umweltschutz- und Energiesparfragen beratend zur Seite stehen können. Schornsteinfeger sind außerdem dafür zuständig, neue Kamine zu genehmigen und alte Kamine auf Fehler und Schwund zu untersuchen.

 In ihrer Berufsschule muss die Auszubildende deshalb viel Mathematik und Technik pauken. Sie lernt jede Kamin- und Schornsteinbauart kennen und muss sich im Umgang mit den modernen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Wärmebildkameras und Messgeräte, üben. Trotz aller Theorie kommt der handwerkliche Teil nicht zu kurz: Heute wie früher steigen Schornsteinfeger samt Leiter, Stahlkugel und Haspel (Leine) mit Besen auf die Dächer und holen den Ruß aus dem Rauchabzug.

 Das Lernen wird für Elena wohl niemals enden. Weil sich die Technik der Arbeitsgeräte und Schornsteine ständig weiterentwickelt, muss sie sich auch nach der Ausbildung regelmäßig fortbilden. Die Mischung aus Weiterbildung, körperlicher Anforderung und dem Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen und Häusern sei der Faktor, der ihren Beruf so spannend mache, findet Elena.
Der Glücksbote

Warum bringen Schornsteinfeger angeblich Glück? Dass die Kaminkehrer Glücksboten sind, ist ein uralter Aberglaube. Er rührt daher, dass die Menschen im Mittelalter besonders im Winter häufig an Rauchvergiftungen und Hausbränden starben, weil ihr Schornstein verstopft oder der Kamin ungesichert war. Der Schornsteinfeger galt deshalb als Retter in der Not. Wenn er kam, bedeutete das für die Hausbewohner ein sicheres Jahr. Bis heute hält sich der Aberglaube, dass es Glück bringe, die Knöpfe, eine Schulter oder den Ruß des Schornsteinfegers zu berühren. Oder sich von ihm in die Hand spucken zu lassen…

aus: Lippische Landeszeitung vom 31.12.2009

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