91.000 Euro auf 860 Kilometer
Radelnde Schornsteinfeger sammelten und verteilten Spendengelder:
Kreis Höxter [sab] - Genau 10.000 Euro höher ist das Spendenergebnis der diesjährigen "Glückstour der Schornsteinfeger" im Vergleich zum Vorjahr ausgefallen.
Im strömenden Regen waren aus dem Kreis Höxter Olaf Meiners, Dietmar Weber und Jochen Loke Anfang des Monats in Stuttgart gestartet. "Über 80 Kilometer hat sich der Regen bei kalten Temperaturen, nur wenig über zehn Grad, gehalten", erinnert sich Olaf Meiners an die erste Tagesetappe, die sich bis Heidelberg deutlich verbesserte. "In Neckarsulm hat uns ein Messgeräte-Hersteller mehr als 3.000 Euro mit auf den Weg gegeben. Fast 20 Grad hatten wir kurz darauf in Heidelberg, der Kinder-Krebsklinik dort haben wir 5.000 Euro übergeben." Olaf Meiners erklärt, dass die Spendengelder sozusagen aus zwei Quellen stammen: Schon im Vorfeld hatten die 34 radelnden Glücksfeger bei ihren Kunden gesammelt und jeweils mindestens 500 Euro Startgeld mitgebracht.
Unterwegs holten sie auf der Route angekündigte Spenden ab und besuchten Einrichtungen und Projekte für krebserkrankte Kinder. Auf den insgesamt 860 Kilometern von Stuttgart nach Bremen wurden die radelnden Schornsteinfeger überall freundlich empfangen. "Viele Kollegen hatten uns erwartet. An den Abenden haben wir uns über die Tour ausgetauscht und vielerorts Interesse für die Aktion geweckt", sagt Meiners.
Eines der Glanzlichter für die gut 30 Radfahrer war die Begleitung durch Radprofi Eric Zabel auf dem Teilstück von Brilon nach Bad Wünnenberg. "Mit dem Rad kam er von Unna nach Brilon, fuhr mit uns, um dann mit flotter Pedale wieder nach Hause zu radeln."
Nach dem "Marathon der Glücksfeger" ist vor dem "Marathon der Glücksfeger": Die Organisatoren planen bereits die nächste Tour mit dem Ziel Bundesverbandstag Münster 2011.
aus: Neue Westfälische vom 21.06.2010
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